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14.09.2010

5. Etappe Erzgbirgstour

Johanngeorgen-City to Auersmountain - 55 Kilometer - "Hochgebirge" - drei Bergwertungen - 11 Fahrer (Martin Illmann erkrankt) und strahlender Sonnenschein...das waren die Fakten für die bevorstehende 5. Etappe der ERZ-Tour.

Unvorstellbares uns Skandalöses auf den ersten elf Kilometern nach Antonsvalley: Abgesehen von drei Fahrern, die unmerklich schneller rollten, blieb das Fahrerfeld in moderatem Tempo fahrend komplett zusammen. Wann hat es das das letzte Mal gegeben? Was war da passiert? Erzgebirgische Radsportfans an der Strecke waren jedenfalls irritiert, ob es sich hier angesichts dieses Anblicks tatsächlich ums Fahrerfeld der Erzgebirgstour handelt.
Am Col de Jägerhouse war dann für interessierte Radsportfans und Journalisten die Welt wieder in Ordnung. Die übliche Grüppchenbildung war in vollem Gange: Steiner und Sobeck vornweg, Illmann und Blechi mit etwas Abstand dahinter, Milew/Dinger im Anschlusszug und dahinter rang man noch um die optimale Ausgangsposition. Das Führungsduo ward nach Bergwertung 1 nicht mehr gesehen, schien aber den Weg zum Ziel auch ganz gut allein gefunden zu haben.

Down, downer...am downsten
So machte ich mich mit Markus und genügend Abstand nach vorn und hinten auf die weitere Reise. Auf der Abfahrt nach Bluevalley wurde Herr Illmann kurzzeitig vom Winde verweht, aber auch kein Wunder, wenn man nicht viel schwerer als sein Bike ist...jedenfalls nicht schlecht für mich, konnte ich doch Richtung Eibenstock gemächlich den Anstieg angehen und auf ihn warten.

Wieder zusammen tuckelten wir so die S283 entlang bis wir mächtig erschreckt wurden. Hatten wir doch durch den Fahrtwind den herangaloppierenden Andy Dinger nicht gehört. Dessen plötzlich ertönende Stimme hinter uns hatte in der Ruhe des Tales schon Herzinfarktcharakter. Na egal, zu dritt ging's dann noch leichter vorwärts.

Die Fahrt auf dem Col de Hefekloß glich einer Kaffeefahrt: mit angeregter Unterhaltung ging's voran und als Andy anfing Witze zu erzählen, hat wirklich nur noch der Kaffee gefehlt. Nach Passieren der vereinsamten Bergwertung Hefekloß (wer hält's schon in solch einer alpinen Passhöhe mit stündlichen Wetterumschwüngen auch lange aus) ging es in die letzte Abfahrt.

Nachdem uns ein Rennauto mit zweiköpfigen, mindestens 150 jährigem Innenleben schön ausgebremst hatte, rief der Berg und wir folgtem seinem Ruf. - Markus und ich etwas schneller, Andy nach ein paar hundert Metern etwas langsamer. Entweder hatte er sich beim Witze erzählen verausgabt oder er wollte doch noch die Banane essen, die er die gane Zeit spazierenfuhr. Entgegen meinen Befrüchtungen, dass ich wie in der Vorwoche auf den letzten Kilometern schlapp mache, blieb ich auf gleicher Höhe mit Markus. Vielleicht waren es die Zaubernudeln des Vortags vom Elberadweg die mich mich fast bis hinauf  ins Ziel und auf den heutigen vierten Rang trugen. Am Bergkäfer kam ich heute leider nicht mehr vorbei...wenn man genauso schwer ist wie sein Bike und 15 Jahre jünger, muss das ja auch irgendwann mal von Vorteil sein...

Semino Rossi verlor heute einige Sekunden auf Sobeck, der sich den zweiten Etappensieg in Folge, entgegen allen Umfragen des Meinungsforschungs-Instituts, sicherte. A... hat aber weiterhin noch ein dickes Polster an Vorsprung, der zum Gesamtsieg im Normalfall reichen müsste.
Mein Vorhaben, Platz 3 zu sichern ist ebenfalls gelungen. Auch wenn Markus Illmann wieder ein paar Sekunden gutmachte, kann ich immer noch von einer knappen MinuteVorsprung zehren.

SAXON BANK in trauter Zweisamkeit
Ganz stark heute der Auftritt vom Deutschjapaner Michael Ho-Sang (SAXON-BANK), der als 6. die Ziellinie überquerte, knapp vor dem Überraschungsfahrer 2010 Johannes Reinboth (VELO).
Verlierer des Tages dürften Stefen Milew/ASZ (technisches K.O. durch Antriebsschaden) und Sebastian Vogel/ASZ sein. Letzterer verspekulierte sich Gerüchten zufolge zeitlich mit seinen unterwegs eingelegten Raucherpausen und wurde als Bummelletzter, jedoch wie immer freundlich grüßend in 1019 m Höhe gesichtet...

Kette Rechts...See you next week in Heinrich's Place...Funpix updated...

 
Ergebnisse und weitere Infos unter: Erzgebirgstour.de

06.09.2010

4. Etappe Erzgebirgstour

In die Wälder rund um Markerscreek ging es auf der zweiten und zugleich letzten Mittelgebirgsetappe der Erzgebirgstour 2010. Zwei Bergwertungen der Kategorie 1 gab's noch gratis mit dazu.

Nach Startfreigabe dauerte es zum Bedauern einiger Fahrer wieder mal nicht lang und die zwei VELO-Spitzenfahrer drückten am ersten Anstieg schon wieder auf's Tempo. Wie sich später im Ziel herausstellte, war es nicht der anfangs irrtümlich vom übrigen Fahrerfeld diagnostizierte Spritzpups vom A... und auch nicht der Zugfahrplan von Hans, der es die beiden so eilig haben liess. Jedenfalls rissen die zwei auf dem Weg zur ersten Bergwertung schon ein Loch zu ihren ärgsten Verfolgern Illmann und Blechi. Dahinter klafften schon grössere Löcher.

Sonntags-Ausfahrt
Sonntags-Hetzfahrt
Auf dem Weg Richtung Oberblödenbach nahmen die zwei Führenden nun etwas das Tempo raus, sodass es zu viert durch Diskshill in die Abfahrt nach Markersgreek ging.

Die Abfahrt hat das VELO-Team dann auch souverän durch das Überholen des Führungsfahrzeuges und eines davor fahrenden Sonntagfahrers gewonnen. Am tiefsten Punkt angekommen, war deshalb erst mal allgemeines Anschreien zwischen Illmann und dem VELO-Fahrern wegen der Art und Weise der gewonnenn Abfahrt angesagt. Hätte mal Markus lieber die Klappe gehalten, dann wären die zwei VELOS nicht mit soviel Wut in Richtung Gullivers Badewanne davongedüst.

...habe fertig...
Ich für meinen Teil war ich schon nach der ersten Bergwertung ziemlich platt und musste nach einem Kilometer Schlussanstieg auch Markus ziehen lassen. So quälte sich der alte Mann heute mit richtig schweren Beinen Meter für Meter nach oben. Mit den letzten Kräften konnte der Abstand zu Markus Illmann noch verringert und im erträglichen Mass gehalten werden.
Sobek machte heute richtig Ernst, und sicherte sich den zweiten Etappensieg, eine halbe Minute vor A... und fast zwei Minuten vor Illmann und Blechi.

Überraschend jedoch am heutigen Tag der 6. Platz vom dritten SAXON BANK-Fahrer Martin Lohse, erstmalig unterwegs in seiner neuen Herbst-Kollektion.

Weiterhin konnte Martin Illmann leider gesundheitsbedingt die Etappe nicht zu Ende fahren. Ebenso war heute für Andreas Dinger vorzeitig Feierabend-hatte er doch diese Woche für sein erkranktes Pferd bei der Feldarbeit einspringen müssen und vergessen, sich vor dem Rennen der schweren Hufeisen von den Füßen zu entledigen. Mit dem zusätzlichen Ballast waren zermürbende Krämpfe dann natürlich vorprogrammiert. Hoffen wir, dass Andy nächste Woche wieder galoppieren kann oder ihn vielleicht sein Pferd auf der 5. Etappe vertritt...


 
Ergebnisse und weitere Infos unter: Erzgebirgstour.de

03.09.2010