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01.05.2012

50. Lichtensteiner Radsport-Kriterium

Das Kriterium in Lichtenstein als kleine Nachmuttags-Trainingseinheit war so schnell zu Ende, wie es begonnen hatte. Ca. 35 Starter wollten die in der Ausschreibung veranschlagten 15 Runden a 1,1 Kilometer in den Häuserschluchten von Lichtenstein in Angriff nehmen. Bei den Namen, die da mit am Start standen, konnte einem schon übel werden.

Herr B. aus O. stand wieder mal in letzter Startreihe und wäre zu allem Übel bei Start beinah noch gestürzt, als er am Hinterrad des Vordermanns hängenblieb. Von der ersten Schrecksekunde erholt, dann Vollgas und Plätze gutmachen. Drei Runden konnte der Herr B. an der Spitze dranbleiben, ehe es doch zuviel wurde. Nach und nach konnten noch dieser und jener Fahrer von Herrn B. und seinem imaginären Schatten von den Bikeprofis aus Zwickau geschluckt werden. Ausgangs der 10. Runde kam auch schon die Spitze von hinten und setzte zum Überrunden an. Die letzte Runde wurde eingeläutet. Hä...jetzt schon...nur 12 Runden...? Ja es waren dann nur 11 Runden für Blechi und seinem Schatten, der dann auch noch am Schlussanstieg vorbeizog. Wäre Blechi mal pünktlich am Start gewesen, dann hätte er auch gewußt, dass nur 12 Runden gefahren werden und die aufgesparte Kraft für 15 Runden in die vorherigen gesteckt.
Aber egal, letztendlich sprang Platz 18 heraus und von Cheyenne gab's für Papa dafür 'nen Eis...was willst'e noch... ;-) - hat sich doch gelohnt!

Strassenrennen Cottbus - Lausitzcup (2)

Lausitzcup Teil 2 - diesmal das Straßenrennen des RK Endspurt Cottbus.

Picknick
Zeitiges Losfahren sichert gute Plätze und so konnte sich für die anstehende Veranstaltung am Ufer des Sedlitzer Sees erstmal beim Picknick gestärkt werden.

Für die Veranstaltung selbst hatte ich mich für die kurze (47 km) und nicht für die Monsterstrecke von 188 km (übrigens längstes Jedermann-Rennen in Deutschland) entschieden. Bei 28 Grad im Schatten wie am Sonntag in Cottbus ist eben Überleben auch wichtig. Im Nachhinein auch gut so, wenn man bedenkt, dass beim 188km-Rennen Unterbrechungen durch geschlossene Bahnschranken, Unfall mit Begleitfahrzeug und anschließendem Helikoptereinsatz und über die Straße springende Rehe zum Tagesablauf gehörten.

Der Start verzögerte sich deshalb in meinem Rennen um fast 'ne Dreiviertelstunde. Aus Warmfahren wurde eher "Heißfahren" bei den Temperaturen. Ausser dass sich beim 47km-Rennen einige im Rennverlauf wegen fehlenden Fahrkünsten oder häufigen Umdrehens fast geprügelt haben, gab es keine Vorkommnisse wie derer beim großen Rennen.
Nachdem ich das anfängliche Tempobolzen an Spitze überstanden hatte, fand ich mich im vorderen Hauptfeld wieder. Andauernde Ausreißversuche wurden ziemlich schnell und immer wieder zugefahren. Lediglich zwei Fahrer kamen weg, wann und wo, ich hab's nicht mitbekommen. Eine Schrecksekunde für mich dann in der Mitte des Rennens, als sich das Feld nach einer Kurve auf einem Teilstück von Paris-Rubaix wiederfand. Zwei Kilometer kindskopfgroße Pflastersteine schüttelten jeden wach und zerrissen das Feld.

Zieleinlauf
Nach der kräfteraubenden Passage war ich jedoch weiter vorn dabei. Aufgrund irgendeiner blöden Konstellation fand ich mich drei Kilometer vor dem Ziel ganz an der Spitze wieder.
Dort blieb ich auch bis 1500 Meter vor dem Ziel, bis jemand irritierend "nach rechts" rief und ich aus Streckenunkenntnis kurz abbremste. Leider ging es weiter geradeaus und mein Bremsmanöver hatte mich 20-30 Plätze gekostet. In dieser Position kam ich auch durch die letzte Spitzkehre und konnte auf den letzten tausend Metern und im Zielsprint nicht mehr viel ausrichten.
Da war wikrlich mehr dringewesen, wenn das dumme Bremsmanöver nicht passiert wäre - aber was soll's, vorbei ist vorbei. Platz 33 im Gesamtklassement, jedoch ein guter 9. Platz bei den Ü40ern standen am Ende zu Buche. In der Gesamtwertung stieg ich wenigstens von Platz 19 auf 16.

Nächste Woche beim Kamenzer Blütenlauf ist vorerst Schluß mit Flachstrecken, dann kommen die ersten ernsthaften Höhenmeter im Lausitzcup.

25.04.2012

GP von Schenkendöbern - Lausitzcup (1)

Der scharfe Start für die Blechis in die neue Radsportsaison erfolgte am vergangenen Sonntag in der Lausitz. Dies erste von 10 Veranstaltungen im Rahmen des Lausitzcups fand im brandenburgischen Schenkendöbern statt - für die ersten beiden Rennen des Cups  in Schenkendöbern und Cottbus stattliche Entfernungen von 200 und 250 Kilometern vom Erzgebirge aus. In den folgenden Wochen werden die Entfernungen dann erstmal etwas erträglicher. 

Sonntag früh ging's dann halb acht in aller Ruhe mit Cheyenne, Justin und Frau Blechi ab in Richtung Heimat der Letztgenannten. Am Anfang hatten wir noch ein großes Zeitpolster, aber wie immer schmolz das so dahin und in Schenkendöbern angekommen wurde alles wie immer hektisch. Frau Blechi raste los, die Startnummer holen, Blechi machte sich rennfertig und schaffte es tatsächlich noch, sich 10 Minuten warmzufahren. Leider standen schon etliche andere ziemlich zeitig am Vorstart und so blieb nur ein bescheidener Platz weit außen auf der Wiese.

Der Große Preis von Schenkendöbern - sechs Runden mit je 11 Kilometern Länge und nur 90 Höhenmetern pro Runde verhießen ein schnelles Rennen... - dann Vorstart, der gleich dem scharfen gleichkam.

Aufgrund des schlechten Startplatzes, durch Wiese und Sand gequält, den Zielanstieg hochgewetzt und der Spitze des Feldes hinterher gewunken, die schon 500 Meter Vorsprung hatte. Das Feld zog sich auf der engen Straße mächtig auseinander - anschließend noch an diesem und jenem vorbeigekämpft und sich in einer 20köpfigen Verfolgergruppe wiedergefunden. In dieser Gruppe blieb ich das ganze Rennen über. Leider hat die Gruppe nie richtig funktioniert, so dass das Hauptfeld, was erst noch in Sichtweite war dann irgendwann mal aus den Augen verschwand. Jedenfalls gingen die sechs Runden wie im Fluge vorbei. Kräftemäßig fühlte ich mich super. Zusammen mit drei Fahrern von "Hurra, hurra - die Post ist da!" aus Görlitz bolzten wir bei jeder Rundendurchfahrt den Zielanstieg hinauf und konnten uns immer etwas absetzen aber leider kamen wir nicht weg.

Am Ende steht beim Einstand von Blechi in der Ü40-Gesamtwertung Platz 19 und ein Schnitt von 40,5 km/h zu Buche. Im Großen und Ganzen bin ich damit zum jetzigen Zeitpunkt erstmal zufrieden. Es lief besser als gedacht und Steigerungsmöglichkeiten hab ich mir auch noch offen gelassen, um anderen sind Rennen beim Lausitzcup eben hammerhart, da die Konkurrenz wirklich überdurchschnittlich gut ist.

Einziger Wermutstropfen bei der Veranstaltung war und ist erneut die Ergebnisauswertung. Anstatt Elektronik zu verwenden, versucht der Veranstalter weiterhin mit hohem personellen Aufwand per Hand ein Ergebnis hinzubekommen, was erneut gründlich daneben ging. Überrundete Fahrer tauchen doppelt auf, andere gar nicht und manche Podestplätze wurden "ausgelost" Selbst der legendäre Kommentator der Erzgebirgstour Torsten Weber würde nichts anderes als ein "...Ähhh....Unglaublich...!!!" zu diesem Thema verlauten lassen...

Kommendes Wochenende wartet  dann schon  in Cottbus Stage 2 des Lausitzcups 2012, diesmal jedoch ergebnistechnisch elektronisch abgesichert...

Ergebnisse Lausitzcup