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20.04.2011

VIRTUAL TOUR 2011 - (4)


 
6700 Kilometer von Zuhause entfernt wartet das zwölfte Land auf der diesjährigen Reise: Pakistan

Wunderschöne Eindrücke vom Hingol National Park, dem größten Pakistans, der an der Küste des Arabischen Meeres liegt
6700 Kilometer von Zuhause entfernt wartet das zwölfte Land auf der diesjährigen Reise: Pakistan

Wunderschöne Eindrücke vom Hingol National Park, dem größten Pakistans, der an der Küste des Arabischen Meeres liegt.


19.03.2011

Lebenszeichen aus O.

Das war wohl nichts mit nur vier Wochen Gips. Nochmal obendrauf gab's eine Zugabe von zwei Wochen. Nach schliesslich sechs Wochen Gips konnte ich ihn am vergangenen Montag endlich ablegen. Zurückgeblieben ist vorerst ein Aktionsradius von 50 Prozent und immer noch erhebliche Schmerzen in der Bewegung mit der rechten Hand. Die nächsten Wochen werden dazu genutzt mittels Physiotherapie und alltäglicher Bewegung den ursprünglichen Zustand wieder näher zu kommen. Bleibt nur zu hoffen, dass keine Einschränkungen oder Schäden zurückbleiben. Wenigsten meine Physio-Tante meinte nach den ersten beiden Behandlungen optimistisch, dass es den Umständen entsprechend garnicht so schlecht aussieht.

An Radfahren ist leider vorerst nicht zu denken. Eine Rückkehr aufs Rad wird wohl optimistischerweise zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht erst Ende Mai erfolgen, hoffe ich zumindest. So kommt es wahrscheinlich zum Comeback erst zum Erzgebirgsradrennen in Markersbach - alles vorher ist denk ich mal nicht realistisch. Schwer genug, wenn man wie letztes Wochende im Garten sitzend die Pilssaison eröffnet und den ganzen A...löchern auf der Straße zusehen muss, wie sie ihre Rennräder bei frühlingshaften Wetter am Oberpfannenstieler Lazarett vorbeischaukeln...

Rein trainingstechnisch sieht's ganz gut aus. Der Rollentrainer wird mehr denn je genutzt und  mein hauptsächlicher Begleiter bis in den Monat Mai hinein bleiben. Umständehalbe betreiben ich und meine zwei Dackel seit Wochen noch die Sportart Walking - hilft mir als Ausgleichssportart ohne die Hand zu gebbrauchen und die Kojoten freut's sowieso, wenn's ab in den Wald geht.

Allen RSVlern viel Spass beim Trainingsauftakt...und Ille zieh dich warm - ich komme wieder, fiter als letztes Jahr... ;-)

06.02.2011

VIRTUAL TOUR 2011 - (3) - Folgenschwerer Unfall am Bosborus

Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Serbien, der Kosovo, Mazedonien, Bulgarien und Griechenland wurden in den letzten vier Wochen mehr oder weniger problemlos durchradelt. Den Eingriff am Knie wurde gut überstanden und die verordnete Bewegungstherapie zeigte schon Früchte, die Schmerzen gingen zurück, das Knie wurde beweglicher udn schmrzfreier. So ging es frohen Mutes weiter durch die Türkei.
Inmitten dieser positiven Erlebnisse kam der unerwartete Rückschlag. Die Bosborus Brücke in Istanbul war Tags zuvor schon überquert, als mir auf einer Küstenstraße am Marmarameer radelnd beim kurzzeitigem Loslassen des Lenkers die vordere Verschraubung der Sattelstange brach.

Infolge dessen, kippte ich augenblicklich auf dem Rollentrainer nach hinten unten. Beim Abgang nahm ich sturzdämpfend mit meinen Waden noch die beiden Achsverschraubungen der Hinterachse mit, ehe ich auf dem Boden aufschlug. Meine rechte Hand war das erste, was auf den Boden berührte und auch das Körperteil, was mir anschliessend die größten Schmerzen bereitete. Dann wurde mir auch noch schlecht - ein Zeichen, dass da irgendwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Nach erstem Kühlen wollte ich noch Mittag für die Kids machen, doch die Schmerzen im Handgelenk wurden immer unerträglicher. Zum Glück kam dann Yvonne von der Arbeit und fuhr mich in die Notaufnahme.

Nachdem ich zufälligerweise zur Zeit virtuell durch die Türkei fahre, nebenbei auf dem Rollentrainer noch einen Film mit türkischem Hintergrund angesehen habe, begrüßte mich dann in der Notaufnahme in nicht ganz sauberen Deutsch mein zuständiger Arzt namens Al-Diban – da dachte ich schon, ich bin wirklich in Istanbul verunglückt.
Nach ersten Röntgenbildern etwas Entwarnung, da anscheinend nichts gebrochen war, also erstmal  Schiene ran von Al-Diban.
Mit der war dann die Krankenschwester nicht ganz zufrieden, also noch mal ab und wieder  neu ran - so ist das nun mal in instanbulischen Krankenhäusern, dachte ich mir.

...winke winke bis demnächst...!
Gegen 23:00 Uhr musste ich notgedrungen noch mal ins Lieblingskrankenhaus, da die Schmerzintensität noch mal zugenommen hatte. Ich hoffte noch, dass inzwischen Schichtwechsel gewesen ist…aber denkste, der schwarze Lockenkopf Al-Diban rannte immer noch auf dem Flur umher. Gott sei Dank nahm sich meiner aber diesmal ein deutscher Gast-Arzt an.

Nach einer schmererfüllten schlaflosen Nacht beförderte am nächsten Tag eine Computertomografie dann doch noch zwei Haarrisse und eventuell noch eine Absplitterung ans Tageslicht, was mir einen Tausch der Schiene gegen azurblau leuchtenden Gips für die nächsten vier Wochen einbrachte.Neben meinem Hangelenk leuchteten mittlerweile auch meine Waden blau.

Schöne Scheiße, Trainingsjahr geht genauso beschissen los wie letztes Jahr. Jedenfalls werde nicht so schnell aufgeben und nächste Woche mal versuchen, irgendwas am Tacx zu konstruieren, dass ich eventuell bisschen trainieren kann und die Zeit mit dem blauen Arm nicht ganz umsonst verstreicht.

Ansonsten stecke ich voll im Lernprozess und muss die Erfahrung machen, wie geil es eigentlich ist, eine rechte Hand zu haben. Wenn ihr’s nicht glaubt, dann putzt euch mal mit links die Zähne, eßt mal mit links 'ne Suppe, schmiert Brot mit links, klickt mit links eure Maus…und und und…